10. Februar 2017

Geschwärzter Silberring mit Granat Edelstein


"Schon die alten Ägypter glaubten der Granat schütze vor bösen Träumen und realen Gefahren, jeder der diesen Stein trug sollte neue Kraft und Energie erhalten um sich gegen das Böse und Unrecht durchsetzen können."

Ich möchte unbedingt mehr Edelsteine in meinen Schmuck einbauen, allein schon wegen der Geschichte und der Faszination die diese Steine schon seit tausenden von Jahren bei uns auslösen. Leider lernt man in der normalen Goldschmiede Ausbildung eigentlich nicht wie man Edelsteine fasst, das ist eine Zusatzausbildung. War mir auch vorher nicht bewusst, um ehrlich zu sein.  Aber es gibt die Möglichkeit sich das auch bis zu einem gewissen Grad "zwischendurch" anzueignen, u.a. durch verschiedene Unterrichtsangebote oder Bücher oder ja, auch YouTube :D


Größere Edelsteine wie diesen Granat kann ich schon gut fassen und habe deshalb für euch diesen Ring gebaut.
Es ist ein einfach gehaltener 925er Sterling Silber Ring, mit geschwärzter bzw. oxidierter Oberfläche. Der gefasste Stein ist ein tiefroter 6mm Granat in Cabochon Schliff. Der Ring eignet sich auch prima als Vorsteckring z.B. und passt super zu den Runen Ringen aus meinem Shop. Das Geschwärzte ist, wie schon bei den Käfig-Ringen, nur oberflächlich und kann sich nach einer Weile abtragen, der Ring sieht dann natürlich immer noch gut aus, nur das Silber scheint an manchen Stellen hindurch.

Hier geht es zum Ring in meinem Etsy Shop


Momentan bin ich fleißig auf der Suche nach schönen Steinen und überlege mir dann dazu wie ich sie in Schmuck einbauen kann. Hab auch heute schon eine ganze Ladung bestellt und kann hoffentlich demnächst das passende Drumherum dazu bauen. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig drauf und kann kaum abwarten damit zu beginnen :)

9. Februar 2017

Käfig Ringe aus geschwärztem 925er Silber


Bei Facebook und Instagram hatte ich sie ja schon gepostet und jetzt auch hier nochmal. Gewohnt wie immer mit ein bisschen mehr Text dazu.
Ich mag dieses Alchemy/ Runen/ Mystische / Altertum Thema ganz gerne und würde das gerne in meinem Schmuck noch etwas vertiefen. Hab mir sogar extra ein Buch zu dem Thema gekauft, was mir als Inspiration dienen sollte, war aber fürn Arsch! xD
Lesen lohnt sich eben doch nicht oder ich hab einfach ein schlechtes Buch erwischt, wir werden es nie erfahren.


Auf jeden Fall, kamen diese Ringe dabei raus.
Sie sind beide aus 925er Sterling Silber gefertigt und dienen nur einem einzigen Zweck - nämlich verdammt gut auszusehen ^^
Diese zwei mächtigen Ringe, ich glaube man kann in diesem Falle schon von mächtigen Ringen sprechen,  schließen in einem runden Käfig eine perlenfarbene Glaskugel ein, die trotz ihres engen Gefängnisses noch frei beweglich ist. Ich mag den Gedanken "unangenehme" Dinge mit Schmuck zu verbinden, wie in diesem Falle einen Käfig. Ich finde so alte Ketten, Käfige, Gitter und sonstiges altertümliches Schmiedewerk schon immer interessant und mir gefällt es, eben solches in Schmuck umzusetzen. Dadurch das es so klein und fein gearbeitet ist bekommt es auch gleich eine andere Wirkung.


Die Große Kugel wird von nur einem schmalen Ring gehalten und der Ring wirkt dadurch weniger schwer. Ganz klar, die beiden Perlenringe sind auf jeden Fall auch ein Test für mich selbst um zu schauen was und wie ich etwas machen kann. Ich habe auch schon das Feedback bekommen, das eine kleinere Variante davon besser gefallen würde. Ist auf jeden Fall gerne zur Kenntnis genommen! Ich mag halt fette Ringe, da muss ich mich manchmal etwas zügeln, aber gedanklich bau ich schon eine kleinere Variante, vlt. sogar mit einer echten Perle oder Stein.

Ein Fuchs der es erkennt - der eine Ring ist schwarz und der andere natürlich silber. Auch hier wollte ich die Wirkung testen, zweimal exakt der gleiche Ring, nur einmal geschwärzt und einmal naturbelassen. Sofort ist mir der Vergleich mit guten und bösen Hexen Schwestern gekommen, als ich die beiden fertigen Ringe nebeneinander liegen hatte, verrückt. :D Leider trägt sich das Schwarz nach einer Weile ab, was ganz normal ist, denn der Ring ist nur oberflächlich oxidiert und die Haut wirkt beim tragen wie ganz feines Schleifpapier. Tut dem Aussehen auch nicht weh, da es dadurch used aussieht und das ist je eh HIPP.

Die Ringe findet ihr hier bei Etsy. 
Ich hoffe ich konnte euch etwas Appetit machen, mehr kommt sicher bald. Und bis jetzt passen alle geschmiedeten Ringe super gut untereinander,  was dieses Foto hier belegt ;)


7. Februar 2017

Es war Praktikum Time!

Wow, es ist wirklich erstaunlich wie wenig ich dazu komme hier mal regelmäßig zu posten! Dabei hab ich so viel Kram die letzte Zeit gemacht, also genug zu erzählen hätte ich auf jeden Fall.
Selbst wenn ich diesen Blog hauptberuflich betreiben würde, würde ich es wahrscheinlich trotzdem nicht packen xD
Dafür poste ich bei Instagram mehr, da bin ich als MountainMoth unterwegs und muss nicht so viel schreiben ;D schaut gerne vorbei!
Aber gut, ich leg einfach mal los.
Dezember und Januar war bei uns Praktikum angesagt. 
Ganz kurz vorweg - Ich HASSE Praktikum! Nein nicht so wie man das einfach mal so sagt, wenn man etwas nicht mag, ich hasse es wirklich. Zu viele richtig schlechte Erfahrungen gemacht, also könnt ihr euch vorstellen, dass ich nicht so amused darüber war, das eine millionste Praktikum machen zu müssen xD

Aber um es schon mal vorweg zu nehmen - diesmal bin ich verschont geblieben und hatte zwei alles in allem gute Praktika erwischt. 

Praktikum Nr. 1 habe ich bei der Goldschmiede im Hessenpark gemacht. 



Die Goldschmiede ist bei Herzblut- Hessen und darüber hinaus mittlerweile ziemlich bekannt geworden durch ihre fancy Bembel und Geripptes Anhänger aus Silber und Gold. Geripptes und Bembel gibt es jeweils in drei verschiedenen Größen und oben seht ihr Anhänger die nur noch poliert werden müssen. War sehr gut um mal einen Eindruck in den Goldschmiede Alltag zu kriegen und ich konnte einiges mitnehmen an Erfahrungen und durfte zum ersten mal Gießen *whoop whoop* und mit Gold arbeiten. Beim Löten von Gold hatte ich fast einen Herzinfarkt, aber ich hab mich mittlerweile wieder erholt. Hier unten seht ihr mein erstes Mal mit Gold ♥ :D
Hat echt Spaß gemacht und ich würde es wieder tun! ;)




Bei Praktikum Nr. 2 war ich an der Glasfachschule in Hadamar.



So ganz eigentlich wollte ich was mit Porzellan machen, da ich es als Material total interessant in Kombination mit Metall finde, aber überall wo ich angefragt hatte war es nicht möglich oder sie nahmen keine Praktikanten zu dieser Zeit. Meh. Also versuchte ich mein Glück wiedermal an der Glasfachschule, dort hatte ich nämlich vor fucking 14 JAHREN schon mal als Schüler Praktikum gemacht (ich fühl mich alt) und war damals sehr begeistert.
War auf jeden Fall wieder gut und ich konnte diesmal einen, wenn auch leider zu kurzen, Einblick in den Siebdruck auf Glas erhalten, Glas Fusing, Gravieren und mein Favorit - Glasapperatebau alias Glasblasen. 
Ich hab einiges an kleinen Kugeln gemacht um sie vlt. mal in Schmuck einzubauen, aber wie und was genau, muss ich mir noch überlegen.
Ich habe hier mal versucht für euch darzustellen wie man von einem Glasrohr, über eine geblasenen Kugel zu einer massiven Glaskugel kommt.





Ja, ich hab wirklich viel in der kurzen Zeit gemacht und ich durfte auch alles mitnehmen, dass war wirklich super. Hier seht ihr mal ein paar Sachen und das ist nicht mal alles ;) 
Auf Dauer wäre die reine Arbeit mit Glas allerdings nichts für mich, ich bin dann doch froh das ich zum Metall zurückkehren kann und es nur als Zusatzmaterial verwenden werde.

Aaaber was auch toll ist, ich bin ein bisschen geheilt von dem Schrecken Praktikum, denn die beiden waren echt gut. Trotzdem hoffe ich, dass es diesmal mein letztes Praktikum war ;)




24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten


Dieses Jahr halte ich mich mal kurz, frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2017! :)

28. September 2016

Email Silber Ohrringe


Es hat ein bisschen gedauert bis ich euch diese Ohrringe zeigen konnte, denn sie waren ein Geburtstagsgeschenk für meine geliebte Mami und da sie mittlerweile auch eine fleißige Leserin meines Blogs ist, (hallo Mama!) kommen sie erst jetzt. 
Diese weiß/pinken Flächen in der Mitte sind von mir emailierte Kupferplatten, d.h. mit Glaspulver bestreute Kupferflächen die bei 800°C im Ofen zu einer glatten Glasoberfläche werden und sich in das Kupfer verhaken. So die Kurzfassung. Auf das Email selbst gehe ich jetzt erst mal nicht weiter ein, das mach ich vielleicht mal in einem anderen Post, sonst wird das hier zu lange.


Ich habe euch hier den Weg der Ohrringe vom Blech, bis zu den fertigen Stücken einmal etwas dokumentiert.


Also ja, man beginnt mit einem Blech das man erstmal anreißt, bzw. markiert wie lang und wie breit das Stück für die Fassung sein muss. Dazu nehme ich eigentlich fast immer den Messschieber.
Danach wird der Streifen mit der Säge ausgesägt.
Schon faszinierend wie unwertvoll doch Silber als Blech aussieht oder?


Jetzt habe ich den Streifen Blech mit der Halbrundzange rund gebogen - muss nicht perfekt sein, das richtige abrunden kommt später noch. 


Dann wird gelötet, bäääm! Mach ich übrigens am liebsten :D Solange bis das vorher aufgelegte Lot fließt und sich in die Fuge zieht. 
"Löten first person perspective" xD


Und jetzt wird auch der Ring richtig gerundet, dafür nimmt man einen Ringstock, so ein massives rundes Stahlteil, steckt den Ring drauf und schlägt mit dem Gummihammer so lange drauf ein bis es rund ist. Ok das klingt ziemlich brutal, aber ja, so ist es!


Damit jetzt aber das Emailplättchen auch in der Fassung hält, braucht es noch einen Innenrahmen wo es drauf liegen kann. Also Innendurchmesser von dem Rahmen genommen, Drahtlänge ausgerechnet, gerundet, Draht zugesägt und verlötet.


Hier seht ihr rechts das Innenteil..


und hier ist es im Rahmen eingepasst. Jetzt wird es mit dem Rahmen verlötet und danach wird der ganze Rahmen mit Feile und Schmirgelpapier versäubert.


Aus einem dünneren Draht habe ich noch Ohrhaken gebogen und ebenfalls an den Rahmen angelötet. Danach konnten die Ohrringe für eine Weile in die Beize, damit diese unschönen Oxidationsflecken verschwinden die durch das Löten entstehen. 
Mit der Hilfe von meinem Freund konnte ich dann die Plättchen noch einfassen, dazu benötigt man einen Fasserpunzen einen Hammer und am besten vier Hände, deswegen musste er hämmern während ich mit dem Punzen die Kante des Rahmens entlangfahre. Beim Fassen wird vom Prinzip her eigentlich nur das Blech etwas über das Blättchen gedrückt und hält es somit fest, dass es nicht aus dem Rahmen fällt.

  
Ja und so sieht das Ganze zum Schluss von vorne und hinten aus :)

Mir ist grade so beim schreiben aufgefallen, das es total schwierig zu erklären ist was ich da getan habe und das ich eigentlich für jeden Schritt ein Bild bräuchte plus Erklärung was man beachten muss, damit man es einigermaßen versteht. 
Ich hoffe es war trotzdem wenigstens ein bisschen nachvollziehbar und ihr habt einen kleinen Einblick bekommen :)





27. September 2016

Home Sweet Home - Haunted House



Ich bin zurzeit bei Redbubble wieder tüchtig meinen Shop am aufstocken, mit dabei u.a. dieses prächtige neue Design im Addams Family Villa Style. Gefällt mir vorallem auf der Bettwäsche total gut oder auch auf den Kleidern, so könnte man doch komplett passend, wohlgestyled und kuschelig sich die Addams Family auf VHS reinziehen. Klingt nach dem perfekten Sonntagnachmittag,  wenn ihr mich fragt ;)

Gibt es hier



12. September 2016

You had one job! Dolphin in Space Design




Es gibt mal wieder ein neues T-Shirt Design von mir. Die Kenner unter euch werden es sicher sofort erkennen, ja, es ist Bubbles von Spongebob Schwammkopf 3D xD
Ich war damals mit meinem Neffen im Kino und fand den Film echt verdammt lustig und grade diese Szene mit Bubbles dem Delfin der beruflich aus einem riesigen Dreieck in den Weltraum starrt hat es mir angetan :D
Als Spongebob ihn besucht, kann er nach millionen von Jahren endlich mal das Stille Örtchen aufsuchen, doch als Bubbles wieder zu seinem Arbeitsplatz kommt, sind Jupiter und Saturn kollidiert. 
Diese schön groteske Situation wollte ich in ein 80s angehauchtes T-Shirt bannen und ich hoffe das ist mir gelungen.

Zu finden hier auf meiner Redbubble Seite als T-Shirt, Kleid, Bettwäsche, Kissen, Handyhülle und noch ganz viel anderem crazy Shit! 







22. August 2016

"Bärentöter"-Jäckchen 2.0 | Teil 3: Pins und Patches



So ganz eigentlich hatte ich zuerst überlegt ein paar von den Patches und Pins von meiner alten Jacke auf die neue zu machen, aber ich bringe es nicht übers Herz da irgendetwas dran zu ändern, ganz ehrlich. Deshalb musste neuer geiler Scheiß her! 
Mir fällt grade auf, dass grade mal drei Pins gekauft sind, die derzeit an meiner Jacke hängen, alle anderen sind von mir. 
Dieses Stück Pizza mit Augen drauf (s. unten) habe ich ganz einfach mit Textilfarben auf ein altes, weißes Baumwoll Bettlaken von meiner Oma gemalt, doppelt gelegt und dann mit der Nähmaschine außenrum genäht und versäubert.
Gekauft ist oben die Pyramide mit dem Auge, dieses Zeichen links darunter (beides von Disturbia) und das Hoverboard, was sogar ein Geschenk war :D
Alle anderen Pins und der Button sind von mir, teilweise aus Shrink Plastic und teilweise aus Kupfer. Das Dreieck ist z.B. emailliert, d.h. ich habe einen dreieckigen Rahmen aus Kupfer gebaut und den mit Emailfarben, die hauptsächlich aus Glas bestehen, befüllt und dann ein paar Minuten bei 800°C in den Ofen gesteckt. 

Das bärtige, langhaarige Gesicht oben, ist Troy Sanders von Mastodon. Er soll ebenfalls noch emailliert werden, da ich aber keinen Ofen zuhause habe der 800°C schafft, muss ich leider warten bis ich in der Schule wieder die Gelegenheit dazu bekomme. Ihm sollen außerdem die anderen drei Bandmitglieder noch folgen :)
Eigentlich wollte ich die Gesichter, wie gesagt, emaillieren aber irgendwie gefällt mir diese Kupferoptik auch ganz gut, ich denke ich mache eine Silikonform von allen und kann dann mal alles ausprobieren :D

Ich werde dann noch mal einen extra Blogpost schreiben wie ich Troy hergestellt habe, da will ich ein bisschen näher ins Detail gehen. Hat echt Spaß gemacht aber sehr lange gedauert! 


So das war jetzt jedes Detail zu meiner Jacke, ich bin bis jetzt sehr glücklich mit ihr, aber sehr wahrscheinlich wird sich das ein oder andere noch ändern, dazu oder auch weg kommen. Aber erstmal bin ich glücklich einen einigermaßen würdigen Nachfolger für mein Bärentöter-Jäckchen gefunden zu haben :D

14. August 2016

"Bärentöter"-Jäckchen 2.0 | Teil 2: Druck und Zuckerguss


Wie versprochen geht es hier weiter mit meinem kleinen mini Tutorial darüber, wie ich den MASTODON Druck hinten auf meine Jacke drauf bekommen habe, mit nichts weiter als meinen Händen! o.o
Ok, ok und Doppelseitigem Klebeband, Papier, Drucker, Skalpell, Lineal, Schneidematte, Schere, Pappe, Textilfarbe und einem Pinsel - mehr aber nicht!
Später erzähl ich dann noch ein bisschen was zum Zuckerguss.

Also, zu allererst habe ich mir den Mastodon Schriftzug in der gewünschten Größe ausgedruckt. Danach mit dem Doppelseitigem Klebeband von hinten über den Schriftzug geklebt, sodass jeder Buchstabe ausreichend bedeckt war, aber das Klebeband sollte nicht überlappen und sollte Kante an Kante liegen. Jetzt konnte ich vorsichtig mit einem scharfen Skalpell auf einer Schneidematte die Buchstaben ausschneiden ...M-A-S-T-O-D-O-N... .
Als das erledigt war habe ich ein Stück dicke Pappe in die Innenseite der Jacke gepackt und genau da platziert wo später der Schriftzug hin soll. Dadurch konnte ich die Jacke wesentlich gerader ziehen um die Schablone möglichst faltenfrei aufbringen zu können.


Ok jetzt wird es spannend, nun konnte ich vorsichtig auch den andere Teil des Doppelseitigen Klebebands, Buchstabe für Buchstabe ablösen und fest auf den Stoff drücken. 


Uiii und da kommt auch schon die Textilfarbe ins Spiel. Die Farbe ist echt perfekt dafür, denn sie ist von der Konsistenz her wie Acrylfarbe - also ein bisschen fester und lässt sich gut mit einem festen Borrrstenpinsel auftupfen.
Jetzt nur noch schön trocknen lassen, vorsichtig die Schablone abziehen und bäm da bäm fertig ist der Schriftzug auf der Jacke! Von dem ich leider nur ein Foto mit Zuckerguss habe, aber ich denke es ist durchaus erkennbar ;)


Von dem eigentlichen Auftragen mit Silikon habe ich leider keine Fotos gemacht, weil man dabei echt schnell arbeiten muss, bevor die Masse erstarrt und unbrauchbar wird. Das Silikon was ich verwendet habe war besonders schlimm, entweder zu lange dünn oder zu schnell fest - war etwas tricky mit dem Härter, den man dazu geben muss. Vorne sieht man auch ganz gut, dass es etwas zu lange flüssig war, da hier der Zuckerguss mehr gelaufen ist, als hinten. Insgesamt habe ich zwei Schichten Silikon aufgetragen und bin mit dem Ergebnis relativ zufrieden, wie gesagt vorne ist es leider etwas viel gelaufen, aber es gefällt mir immer besser :)
Ich habe erst mit der Rückseite angefangen und mir dafür ca. 100ml Silikon angemischt und mit einem Holzspatel aufgetragen und auch runterlaufen lassen, dass so tolle Nasen entstehen. Aushärten lassen und dann war schon die Vorderseite dran, gleiches Prinzip. Ganz zum Schluss habe ich noch eine dritte Schicht aufgetragen und diese über beide gleichmäßig verteilt und wieder etwas laufen lassen. Trocknen lassen und fertig!



Ganz schön viel Arbeit für eine Jacke, aber so ist das eben wenn man etwas Schönes haben will. Damit ist es aber noch nicht getan, denn die selbstgemachten Pins und Patches fehlen auch noch.. dazu gibt es wohl jetzt noch einen Teil, also beim nächsten Mal wisst ihr mehr :D

12. August 2016

"Bärentöter"-Jäckchen 2.0 | Teil 1: Wtf?


Ihr kennt das bestimmt - ihr habt irgendein Lieblingsteil von dem ihr euch einfach nicht trennen könnt, was aber nicht mehr passt oder ihr euch einfach nicht mehr so recht drin wohlfühlt aufgrund von Alter oder Neubesinnung. Wie auch immer :D


Mir geht es so mit meiner damals, mit 16 bis 20?! Jahren, heißgeliebten gelben Jacke. Die ich liebevoll "Bärentöter"-Jäckchen getauft habe, warum weiß ich auch nicht. Feststeht ich liebe das Teil immer noch auch wenn ich es nicht mehr trage und kann und will mich beim besten Willen nicht davon trennen.
Allein die Tatsache, dass ich mir den Stoff ausgesucht hatte und meine Mutter mir das Ding selbst genäht und an den Leib schneiderte und ich Stunden damit verbracht habe diese komischen Fussel da herzustellen, wird es mich niemals überkommen auch nur daran zu denken es wegzugeben.
Außerdem die mühsame Ansammlung von verschiedenen Patches und Ansteckallerlei - quasi die Trophäen Sammlung! :D

Nun bin ich wirklich schon seit Jahren auf der Suche nach einer adäquaten Alternative, denn dieser gelbe Bouclé Stoff geht für mich gar nicht mehr :D das hat zu meiner Trash-Punk-Alternativ-whatever Phase gepasst, aber jetzt brauch die Anni endlich ein neues Jäckchen :D


Also, bin ich schon seit gefühlt 100 Jahren auf der Suche nach einer Jacke, die sich als Basis meines Gesamtkunstwerkes würdig erweist - und um nicht wieder meiner Mutter mit so einer Aufgabe behelligen zu müssen :D


Also gut, vor ein paar Monaten habe ich mir dann mal ein paar Jacken bestellt und die Jeansjacke ist es geworden. Eigentlich wollte ich ja wieder so etwas blazerartiges, da ich das immer sehr cool fand die ganzen Pins auf dem Kragen zu verteilen, aber naja wenn es nichts Gutes gibt, dann gibt es nichts. Also Jeansjacke! Was ich dann gar nicht mehr so schlecht finde, weil ich mir eh schon längst mal etwas Metal "kuttenartiges" zulegen wollte. Ich schreibe "kuttenartig" weil ich diese übertriebenen Metal-Kutten, übertrieben finde, weil sie so mannsweibig daher kommen, ach verdammt ihr wisst schon! :D
Deshalb habe ich angefangen mir aus meiner gekauften Jeansjacke etwas zurecht zu bauen, was meinem Stil entspricht und metallig ist.
Und was ganz wichtig von Anfang an war, ich wollte pinken herunterlaufenden Zuckerguss auf der Jacke haben, der mir über die Schultern läuft! Ich brauch ja nicht mehr zu erwähnen das ich ein Faible für Zuckerguss habe ;)


Hier seht ihr mein erstes Testobjekt - ich habe ein Jeanshemd einfach mal mit Silikon Zuckerguss dekoriert, mir hat dann aber leider der Schnitt  überhaupt nicht mehr gefallen und auch der Fluss des Zuckergusses nicht, sodass es erst mal beiseite gelegt wurde.
War vielleicht auch etwas viel mit den angedeuteten Zuckerperlen, die ich auch deswegen erstmal bei der neuen Jacke weggelassen habe, bis mir eine "elegantere" Alternative einfällt ;)


Achja, damit es auch zum Metal Thema passt, kam als erstes mal ein "Druck" von meiner Lieblingsband hinten drauf. Den habe ich natürlich auch selbst gemacht. Da mir dieser Blogpost aber schon wieder zu lange wird und ich eure Aufmerksamkeit nicht verlieren will, schreibe ich über den Rest der Jacke, wie Druck, Silikon Zuckerguss und Pins bzw. Patches in den nächsten Blogpost(s) :)




10. August 2016

Mystische Alchemie Kupfer Ringe



Oh yeah jetzt gibts wieder Schmuck!
Gestern für euch frisch fotografiert und online gestellt, gibt es drei Ringe aus Kupfer jetzt in meinem Etsy Shop. Die Dreiecke sind Symbole aus der Alchemie, welche die vier Elemente repräsentieren, je nachdem wie sie getragen werden.
Den Ring den ihr hier oben seht, steht gerade in der Form wie er getragen wird, für das Element Wasser. Trägt man den Ring andersherum am Finger, also mit der Spitze nach oben, steht er für das Feuer.


Dieser Ring verkörpert das Symbol für Luft, zeigt die Spitze jedoch nach unten ist es das Symbol für Erde.


Der Kreis ist das Symbol einer idealen Ordnung, jeder Punkt hat die gleiche Distanz zum Zentrum. Es gibt kein Vorne und Hinten, kein Anfang und auch kein Ende. 

Die Oberfläche des Kupfers ist oxidiert und so belassen, es mutet so an als ob die Ringe schon ein paar Jahrhunderte gesehen hätten und erhalten dadurch zusätzlich nochmal etwas Mystisches.

Kupfer ist wirklich ein toller Werkstoff und hat so viele Farbspektren, das jeder Ring allein schon anhand seiner Farbe nicht dem anderen gleicht. Die Farbe durch die Oxidation entsteht beim Bearbeiten mit der Flamme. Natürlich könnte ich die Ringe auch abbeizen und würde so an die "reine" Kupferfarbe gelangen, aber die ist leider nicht sehr beständig. Außerdem würden sie dann nicht mehr so schön antik aussehen :)

Schaut mal bei Etsy vorbei, hier gibt es alle drei Ringe und es werden bestimmt noch ein paar mehr :)






26. Juli 2016

Langhaariger Mann mit Bart -hrhr- Wachsmodell Ring


äoäääh!
Jetzt zu meinem derzeit liebsten Teil und meiner liebsten Arbeit, deren Vollendung ich leider erst nach den Sommerferien vornehmen kann, arrrghh!
Zwei Wochen vor Ende des Schuljahres haben wir endlich mit dem Wachs schnitzen für Gussringe angefangen! ENDLICH! Darauf habe ich mich wirklich schon von Anfang an gefreut :D
Es ist von der Art her dem Modellieren mit Fimo ähnlich, aber wenn dann der Ring in Metall gegossen wird, erhält man natürlich viel mehr Stabilität als mit Fimo je möglich wäre. Das hat mich ehrlich immer angekotzt, das ich gute Ideen für Ringe hatte, aber nicht umsetzen konnte und/ oder das Material zu instabil war. Natürlich will ich mein geliebtes Fimo nicht verteufel, NIEMALS! xD, aber für Ringe ist es wirklich nur wenig zu gebrauchen und wenn dann müssen die Ringe schon dicke Klöpper- oder offen federnd sein, damit sie nicht wenn man sie schief anguckt zerbrechen :/

Ok also ihr seht, ich konnte es nicht erwarten mit dem modellieren von dem Wachsmodell für den Guss endlich zu beginnen! 

Ich habe schon lange verschiedene Ideen für Gussringe im Kopf, unteranderem eine Ansammlung von hübschen, langhaarigen, bärtigen Männern :D worunter auch dieser hier fällt. Ich hab mitlerweile drei oder vier kleine Skizzenbücher, von denen ich meistens eins wenn ich unterwegs bin dabei habe, da sammeln sich die Ideen am besten. 


Es gibt verschiedene Sorten von Wachs, mit verschiedenen Härtegraden.  
Wir haben hartes und mittelhartes Wachs verwendet, es gibt aber auch weiches Modellierwachs, das dem klassischen Modellieren, wie mit Fimo, am nächsten kommt. Für Ringe kann man "Ringprofilstangen" kaufen, die haben alle schon ein Loch in der Mitte und können je nach Breite des Ringes, abgesägt- und dann bearbeitet werden wie man möchte. Hier sehr ihr ein bereits abgesägtes Stück Rohling.

Zum modellieren der harten Profilstangen haben wir ganz normal unser Werkzeug verwendet. Am besten funktionieren da grobe Feilen beispielsweise, wenn man viel Material abtragen will. Skalpell oder Lötkolben eignen sich auch auch sehr gut zum bearbeiten. 
Für mich ist es nur sehr ungewöhnlich gewesen, dass ich nichts "eindrücken" konnte wie beim Fimo, aber ich denke ich werde mir auch nochmal Modellierwachs besorgen und das testen - es soll wohl auch mit Bienenwachs gehen.


Wenn dann der Wachsring fertig ist, wie meiner hier, kann er abgeformt werden z.B. mit Silikon eine Form von ihm herstellen oder er wird direkt gegossen. Beim Gießen wird der Wachsring in Gips eingebettet und dann ausgebrannt, also bleibt jetzt von diesem Wachsring nichts mehr übrig!
Danach wird dann in die entstandene Hohlform gegossen und daraus entsteht dann hoffentlich ein super schöner Silberring! :)
Das Gießen machen wir leider nicht selbst, die Ringe werden alle an eine Gießerei geschickt und bekommen wir nach den Ferien wieder. Aber wir werden auch nach den Ferien selbst etwas gießen und das kann ich auch schon kaum abwarten :D